Hygieneschutzkonzept Pfarreiengemeinschaft Lappersdorf-Kareth

Damit Gottesdienste wieder öffentlich gefeiert werden können, verlangt dies ein Hygieneschutzkonzept, das die Gläubigen untereinander größtmöglich schützt. Folgendes Konzept wurde von der Pfarreiengemeinschaft Lappersdorf-Kareth erarbeitet unter Beachtung der Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz und den Bestimmungen der Diözese Regensburg vom 29. April 2020:

  1. Zugangsbeschränkungen: In Lappersdorf und Kareth ist eine Anmeldung zum Gottesdienst an den Hochfesten Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam notwendig. Auch hier wird die Situation stets neu beurteilt. Weitere Zugangsbeschränkungen können jederzeit, je nach Notwenigkeit, eingeführt werden.
  2. Die Kirchentüren stehen vor dem Gottesdienst offen, ebenso am Ende. Bei schlechtem Wetter können sie angelehnt werden. Nach dem Beginn des Gottesdienstes und nach dem Ende des Gottesdienstes werden die Türgriffe desinfiziert. Die Sitzplätze nach dem Gottesdienst genauso. Im Eingangsbereich der Gottesdienstorte steht ein Desinfektionsautomat zur Desinfektion der Hände. Das Tragen einer Atemschutzmaske während des Gottesdienstes ist verpflichtend. Die Gottesdienstteilnehmer müssen eine eigene Maske mitbringen. Da gerade in der ersten Zeit dies schwierig werden könnte, haben wir Einmalmasken, die an säumige Teilnehmer ausgeteilt werden, mit dem Hinweis, dass dies nur die ersten Tage der Fall sein kann, da wir die benötigten Kapazitäten auf Dauer nicht sicherstellen können.
  3. Die Plätze im Gottesdienstraum sind markiert und haben einen räumlichen Abstand von mindestens 2 Meter zueinander. Für die Pfarrkirche Lappersdorf ergibt sich somit eine Höchstzahl von 50 Gottesdienstteilnehmer, für die Pfarrkirche Kareth 40 Teilnehmer. Personen eines gemeinsamen Haushaltes werden nicht getrennt, dürfen aber nicht so sitzen, dass der Mindestabstand zu anderen Personen unterlaufen wird. Daher gibt es in der Kirche Lappersdorf eigene Familienplätze. Ein Ordnerdienst ist in beiden Pfarreien zu organisieren, der Hinweise an die eintreffenden Personen zur Platzbelegung gibt.
  4. Die Dauer des Gottesdienstes wird 1 Stunde nicht überschreiten.
  5. Der Zutritt zur Sakristei ist allein den liturgischen Diensten gestattet unter Wahrung des Sicherheitsabstandes und Tragen von Nase-Mund-Masken.
  6. Die Gottesdienstteilnehmer müssen ein eigenes Gesangsbuch mitbringen. Musik im Gottesdienst beschränkt sich auf Orgelspiel, Kantorengesang. Volksgesang wird nur sehr eingeschränkt stattfinden. Chormusik findet vorerst nicht statt.
  7. Keine Masken müssen tragen: Priester während des Gottesdienstes (außer bei der Kommunionausteilung), Kantoren während des Gesanges, Lektoren während des Lesens. Nur zwei Ministranten dürfen pro Gottesdienst eingeteilt werden, die mit Mindestabstand zueinander und den Geistlichen im Altarraum sitzen.
  8. Kollektenkörbchen werden am Ausgang der Kirche platziert und vom Mesner zuerst desinfiziert, dann gelehrt.
  9. Einzug und Auszug mit liturgischen Diensten ist möglich unter Wahrung des Mindestabstandes. Leuchter werden nicht verwendet, da beim Evangeliumsvortrag kein Mindestabstand gewahrt werden kann.
  10. Die Predigt ist auf 5 Minuten zu beschränken und geschieht vom Priestersitz aus (in der Pfarrkirche Lapp).
  11. Die Mesner bereiten unter Mund- und Handschutz die liturgischen Geräte vor, besonders die Gefäße mit den Hostien (immer eine Patene mit der Priesterhostie, die nicht abgedeckt sein muss und ein abgedecktes Gefäß für die Kommunion der Gläubigen). Diese werden zusammen mit Wein und Wasser auf den Altar gestellt. Das Gefäß mit den Hostien für die Gläubigen ist bis zur Austeilung bedeckt. Eine Gabenbereitung durch die Ministranten ist nicht gestattet.
  12. Der Friedensgruß bleibt weiterhin ausgesetzt.
  13. Zur Kommunionausteilung desinfiziert der Priester seine Hände und setzt eine Atemmaske auf. Nach der Kommunionausteilung werden die Schutzutensilien wieder ausgezogen und nochmals die Hände desinfiziert.
  14. Ein Schild weist auf den Mindestabstand beim Kommunionempfang hin. Sollte dies nicht funktionieren, wird der Boden mit Abstandsflächen markiert. Mundkommunion ist nicht möglich!
  15. Der wertvolle Dienst der Kommunionhelfer/innen bleibt leider weiterhin ausgesetzt.
  16. Beim Verlassen der Kirche wird gebeten, dass der Abstand gewahrt bleibt. Lappersdorf und Kareth öffnet dazu die seitliche Türe, die zu Beginn aber verschlossen bleibt.
  17. Vor dem Gottesdienst wird (die erste Zeit) eine Durchsage gemacht, wie die Regeln für den Gottesdienst sind. Ebenso ergeht der Hinweis, dass niemand am Gottesdienst teilnehmen kann, der unspezifische Allgemeinsymptome hat, infiziert ist, unter Quarantäne steht oder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem bestätigten Erkrankten hatte.
  18. Ganz klar wird in den Medien und den Veröffentlichungsmöglichkeiten der Pfarreiengemeinschaft hingewiesen, dass Personen, die zur Risikogruppe zählen ernsthaft abwägen sollen, ob eine Teilnahme ihrerseits im Moment sinnvoll ist. Gerne kann auch die Kommunion durch die Seelsorger unter Einhaltung der Hygieneregeln nach Hause gebracht werden.
  19. Taufen werden nur im engsten Familienkreis (höchsten 15 Personen) gefeiert. Für ein Requiem oder eine Trauungsmesse gelten die Standards, die auch für die oben genannten Gottesdienste gelten. Bei Bestattungen dürfen nur 50 Personen anwesend sein.
  20. Die Erstkommunion wird nicht vor September stattfinden, die Firmung nächstes Jahr. Für Hochzeit, Beichte, Krankensalbung: s. Richtlinien des Bistums vom 29. April 2020.
  21. Fronleichnam, Bittgänge und Flurumgänge: Prozessionen entfallen. Die Eucharistiefeier findet in der Kirche statt
  22. Das Konzept wird den staatlichen und kirchlichen Normen gemäß immer wieder angepasst.

Lappersdorf, 14.5.2020

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